Ein negativer SCHUFA Eintrag hat verschiedene Konsequenzen. Die Folgen sind vielschichtig, hängen allerdings vom Einzelfall und vom Grund des Eintrags ab. Während es auf der einen Seite prinzipiell möglich ist, gesetzliche Pflichtversicherungen abzuschließen, sind andere Laufzeitverträge ausgeschlossen. Mit welchen Problemen Betroffene rechnen müssen, ist Thema dieses Beitrags.

Laufzeitverträge können abgelehnt werden

Wer einen Laufzeitvertrag abschließen will, muss in der Regel zustimmen, dass eine SCHUFA Auskunft eingeholt wird. Das betrifft zum Beispiel Mobilfunkverträge. In der Praxis heißt das: Ein Verbraucher mit negativem Schufa-Eintrag möchte einen Mobilfunkvertrag abschließen, 24 Monate Laufzeit mit einer Flatrate zu 39,95 € pro Monat. Der Mobilfunkanbieter nimmt Einsicht in die SCHUFA und stellt fest, dass ein negativer Eintrag vorliegt. Er lehnt die Vertragsschließung ab. Der Verbraucher kann keinen Handyvertrag abschließen, könnte aber z. B. auf Prepaid Karten ausweichen.

Ein Bankdarlehen mit einem SCHUFA Eintrag zu bekommen, ist sehr schwierig. Klassische Banken lehnen Kunden mit negativer SCHUFA rundweg ab, ganz egal, warum der negative Eintrag besteht. So sind in der Praxis Fälle bekannt, in denen eine nicht bezahlte Handy-Rechnung über z. B. 50 € für den negativen Eintrag verantwortlich war. Erst, nachdem dieser Eintrag wieder aus der SCHUFA getilgt war – es dauerte drei Jahre – ließ die Bank wieder mit sich reden. Das ist nicht etwa böser Wille der Banksachbearbeiter, sondern Banken haben interne Vorschriften, die grundsätzlich Kunden mit negativer SCHUFA ablehnen. Eine Alternative zum klassischen Bankkredit stellt der Schweizer Kredit dar, denn Schweizer Banken nehmen keine Einsicht in die SCHUFA.

Versicherungen trotz negativer Schufa

Viele Versicherungen lehnen Kunden ab, die keine einwandfreie SCHUFA vorweisen können. Das betrifft private Krankenversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und bedingt auch Kfz-Versicherungen – zumindest wenn es über den Haftpflichtbereich hinausgeht. Doch bei einer Kfz-Versicherung handelt es sich um eine Pflichtversicherung, die seitens des Gesetzgebers vorgeschrieben ist. Wie näher erläutert, können Personen trotz negativem SCHUFA-Eintrag eine Kfz-Versicherung abschließen.

Das gilt aber nicht für andere Versicherungen. Je nach Versicherung können negative Einträge zur Ablehnung führen. Zahnzusatzversicherungen, Krankenhaustagegeldversicherungen, Hausratversicherungen, Lebensversicherungen – das sind in vielen Fällen Leistungen, die bei Personen mit negativer SCHUFA auf der Strecke bleiben. Auch hier gibt es Ausnahmen, die sich die Versicherer allerdings mit höheren Beiträgen, dem sogenannten Risikoaufschlag, bezahlen lassen.

Mietverhältnis aufnehmen trotz SCHUFA-Eintrag?

Ein besonders heikles Thema ist das Finden einer Mietwohnung bei negativem SCHUFA Eintrag. Denn nicht nur Großunternehmen wie die Mobilfunkanbieter oder Versicherungen können bei der SCHUFA nach einer Auskunft fragen. Viele Vermieter verlangen von Wohnungsinteressenten eine Selbstauskunft zur Einsicht. Wer eine schlechte SCHUFA hat, steht im Vergleich zu Mitbewerbern einfach schlechter da und hat häufiger das Nachsehen. Ob der Eintrag tatsächlich zur Ablehnung führt, ist die individuelle Entscheidung jeden Vermieters.

Versandhausbestellungen auf Rechnung

Auch die großen und kleinen Versandhäuser legen Wert auf die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden. Hier haben Verbraucher mehrere Möglichkeiten. Sie können entweder Vorkasse leisten und sich die Ware zur Ansicht zuschicken lassen – ganz ohne SCHUFA Auskunft. Oder sie lassen eine SCHUFA Auskunft einholen und können auf Rechnung bestellen. Zeigt sich allerdings, dass es negative Einträge gibt, lehnen viele Versandhäuser den Kauf auf Rechnung ab.

Die Kreditwürdigkeit einer Personen oder eines Unternehmens ist wichtig, wenn dieser einen Kredit haben möchte. Keine Bank wird Ihnen einen Kredit zur Verfügung stellen, wenn Sie überhaupt nicht kreditwürdig sind. Wichtig ist die Kreditwürdigkeit für die Bank, damit Sie den Kredit auch zurückzahlen können. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Faktoren wichtig sind, um kreditwürdig zu sein.

Was ist wichtig um Kreditwürdig zu sein?

Bevor Ihnen eine Bank ein Kreditangebot macht, wird erst mal Ihre persönliche Kreditwürdigkeit untersucht. Dazu werden umfangreiche Informationen zu Ihnen eingeholt. Dazu gehört, dass Ihre Einkommensverhältnis überprüft wird. Haben Sie einen guten Arbeitsvertrag (unbefristet, beamtet, etc.) und wie hoch sind Ihre Ausgaben. Haben Sie bereits Kredite bekommen oder zahlen Sie aktuell noch andere Kredite ab? Es ist auch nicht ganz unwichtig, ob Sie noch weitere hohe laufende Kosten haben, z. B. für die Abzahlung eines Autos.

Alle Informationen werden eingeholt von Ihnen persönlich und von Auskünften, wie z. B. die Schufa. Von Ihnen sind natürlich Bescheinigungen zu bestimmten Angaben vorzulegen. Auch nicht ganz unwichtig ist, welche Absicherungen Sie der Bank bieten können, wie z. B. mit Immobilien.

Eine Selbstauskunft kann Ihnen weiter helfen

Sie können auch selbst eine Selbstauskunft anfordern, diese hilft Ihnen dabei einschätzen zu können, ob eine Bank Ihnen überhaupt einen Kredit geben würde und wenn ja, in welcher Höhe.

Fazit

Die Kreditwürdigkeit steht als Hürde zum Kredit. Wenn Sie eine sehr gute Kreditwürdigkeit haben, dann steht einem guten Kredit eigentlich nichts mehr im Wege. Daher sollten Sie schon darauf achten, dass Sie bei einer Überprüfung gut da stehen.